Fragen & Antworten

Foto: LiebeimRahmen, geheimer See im Zabergäu

Was versteht man unter einer freien Trauerrednerin?
Die freie Trauerrednerin kann den Abschied Ihres liebsten Menschen „frei“ von jeglicher Konfessionsbindung gestalten. Ganz nach Ihren Vorstellungen im Sinne des/r Verstorbenen findet die Zeremonie ihren individuellen Weg. Natürlich kann die freie Trauerrednerin neben weltlicher Ausrichtung, auch religiöse Elemente und Bezüge mit hereinnehmen. Der Spielraum in der Einbindung von Abschiedsritualen, der Musikauswahl, die Form der Ansprache, die Portraits in sogenannten Lebensbildern, sind hierbei mannigfaltig.

Was versteht man unter einer freien Trauerfeier?
Die freie Trauerfeier ist wie der Name „frei“ schon sagt, frei von jeglicher Lithurgie.
Meine Trauerfeiern haben jedoch immer ein auf den jeweiligen Trauerfall abgestimmtes Konzept.

Hierbei spielt das Gefühl, die richtige Dosierung für die Hinterbliebenen, auch im Sinne des Verstorbenen zu finden, immer eine maßgebliche Rolle. Oft sind die kleinen Zeremonien, die mit der größten Wirkung. FriedWald Zeremonien direkt am Baum gehen sehr unter die Haut, oft wenn sie im engsten Kreis stattfinden. Aber auch Trauerfeiern im großen Rahmen finden unter meiner Gestaltung immer ihre Verdichtung durch die wesentlichen Inhalte, die Dramaturgie und die Art der Umsetzung, die die Trauernden berühren.

Foto: LiebeimRahmen, Marsa Alam Agypt

Wie können die Angehörigen sich mit in die Trauerfeier einbringen?
Durch ihre Offenheit im vertrauensvollen Trauergespräch, tragen Sie viel dazu bei, dass ich mir ein authentisches Bild über den/die Verstorbene/n machen kann. Aber auch ihre Ideen für die Abschiedszeremonie selbst, sind für und Sie und ihre Angehörigen heilsam. Durch ihr aktives Tun beginnen Sie mit ihrer Trauerbewältigung.
So sind beispielsweise die Besorgung von Accessoires für Gedenk- oder Abschiedsrituale wie Kunstedelsteine, Steinherzen, Blumen oder eine Bildergalerie ihres liebsten verstorbenen Menschen, sehr viel. Die Auswahl eines passsenden Liedes oder eines Gedichtes, geben auch mir die Impulse, die Abschiedszeremonie als schönes Bild des Loslassens inhaltlich für Sie, und die Mittrauernden zu gestalten.

Was ist ein Sterbesegen?
Am Schluss einer Trauerfeier mit späterer Beisetzung, als auch bei direkten Urnen- oder Erdbestattungen, gebe ich dem Verstorbenen immer zum Abschluss einen persönlichen Sterbesegen mit. So ist der Gedanke dabei, dass die Seele ihren Weg zum Ausgang aus dem Diesseits durch das Tor des Jenseits findet. In diesem Leitgedanken schicke ich die Seele zum Licht. Dabei ist es unabhängig davon, ob der religiöse Glaube eine Rolle spielt oder nicht. Denn setzt man die Existenz der Seele voraus, kann es niemals schaden, der Seele nach dem Leben im Diesseits einen Weg zu öffnen, hin zu der neuen Dimension, die im Geheimnis des Jenseits liegt. Und wenn es das Ende sein sollte. Denn das Ende ist auch immer der Anfang von etwas Neuem….

Am Fluss der Zeit, Friedhof Pleidelsheim

Welche Bestattungsarten gibt es?
Das Bestattungsinstitut ihrer Wahl berät Sie gerne über die verschiedenen Bestattungsarten. Von der Erd-, Feuer- bis hin zur Seebestattung. Wichtig dabei ist, den letzten Willen des/r Verstorbenen zu erfüllen. Ganz eindeutig ist der Wandel in der Bestattungskultur im letzten Jahrzehnt mittlerweile nicht nur in den Köpfen, sondern auch in der Umsetzung längst angekommen. Individuelle Trauerfeiern finden einen großen Zulauf, in einem Mainstream, der Selbstoptimierung, auf der Sinnsuche nach Indentität und Individualität, und damit verbunden entstehen neue Formen der Trauer- und Bestattungskultur. So gibt es Baumbestattungen beispielsweise im FriedWald Schwaigern oder Dudenhofen, RuheForst Obersulm, aber auch auf herkömmlichen Friedhöfen. Friedhofanlagen modernisieren sich und bieten eine Vielzahl von Bestattungsvarianten an. Angefangen von der Urnen-Stelenwand, der Stelensäule bis hin zum Urnenbrunnen. So bieten auch Urnengräber unter Flusssteinen in einem nachgebildeten Flusslauf wie am Pleidelsheimer Friedhof dem „Fluss der Zeit“ eine außergewöhnliche letzte Ruhestätte . Immer mehr Flächen auf Friedhöfen für anonyme Baum- oder Rasengräber für Urnen- als auch Erdbestattungen werden angelegt. Eine moderne Grabvariante, die Sie als Angehörige nicht pflegen, aber bequem heimatnah besuchen können.

Gibt es ein Leben nach dem Tod?
Diese Frage beschäftigt die Menschen seit Menschengedenken. In alten Kulturen hat man den Verstorbenen Grabbeilagen für das neue Leben danach mit auf ihre Reise ins Jenseits mitgegeben. In Zeiten der Wissenschaften fand man auf die Frage nach einem Leben nach dem Tode ganz andere Antworten. So beschäftigen sich natürlich auch die verschiedenen Religionen mit diesem zentralen Thema der Menschheit. Die Religionsbindung in Deutschland ist frei. So werden Kirchenaustritte, als auch Religionswechsel gleichermaßen toleriert, als auch die Gedanken zu Glaube contra Atheismus.
Der Glaube in den Köpfen der Menschen, dass irgendetwas über uns dennoch die Welt lenkt, oder irgendetwas nach dem Tode sei, ist dennoch überwiegend vorhanden. Das bedeutet, die Seele begibt sich auf die Wanderung in eine andere neue Dimension. Dies ist das Geheimnis des Jenseits. So begibt sich die Seele in christlicher Vorstellung ganz nah bei Gott. Bei Glaubensvorstellungen zur Reinkarnation ist das Wiedereintreten in den Kreislauf der Menschwerdung eine weitere Option. Im Buddhismus erfährt die Seele in der Erlangung der höchsten Stufe, die Erleuchtung, erst die Fusion mit der Unendlichkeit des Universums. Alle drei Vorgänge müssen sich nicht widersprechen.

Abschiedstanz im Garten, private Abschiedsfeier

Wie wichtig ist Glaube für mich?
Der spirituelle Glaube ist wichtig für mich, weil er mir im Leben und in der Trauer ein ständiger helfender Begleiter ist. Ich glaube an eine schöpferische Macht, nennen wir ihn Gott. So glaube ich an Gott und an ein Jenseits nach dem Tode. Mit dem Tod erreichen wir eine andere Dimension.: Ich habe christliche Wurzeln und Glaubensvorstellungen und tibethischer Buddhismus ist mir nah. So bin ich vielleicht ein christlicher Buddhist? Wesentlich für mich ist neben dem Glauben, dem Atheismus oder den Agnostikern, die Toleranz. Die Essenz liegt immer in der Liebe. Die Liebe ist und steht über allem. Habe ich als Mensch beispielsweise keinen religiösen Glauben, glaubt er in der Regel trotzdem an etwas. So ist der Glaube an den Naturkreislauf von Mensch, Tier und Pflanze gebunden, auch eine Weltsicht, die aus dem Vergehen wieder etwas Neues entstehen lässt. Und auch hier ist es wieder die Liebe, die als Licht der Hoffnung über allem steht und alles zusammenhält. Denn ohne das Licht wäre die Erde dunkel und leer.

Portraitbild kommt in Kürze

Wieviel Erfahrung habe ich als Trauerrednerin?
Ich arbeite seit sieben Jahren als Trauerrednerin und in der Trauerbegleitung. Darunter sind auch schwere Schicksalsschläge in trauernden Familien wie plötzlicher Tod , Unfalltod, Suizid als auch schwere Krankheits- und Leidensgeschichten des/r Verstorbenen. So habe ich Erfahrungen im Trauerfall von jungen Menschen, Menschen, die mitten im Leben stehen, als auch alte Menschen, die eine lange Lebensgeschichte hinter sich haben. Ich versuche mich stets empathisch in die Welt des/r Verstorbenen, als auch in ihre Gefühle hineinzufühlen. Meine Fragen zum Leben Ihres geliebten Menschen führen behutsam auf des Wesens Kern. Dabei werden immer die Lichtpunkte im Focus sein. Ich möchte mit meiner gestalteten Abschiedsfeier, Ihnen, ihre Trauer, den Verlust und Schmerz leichter machen. Meine Worte, die ihre Seele positiv und hoffnungsvoll berühren.

Wie wichtig ist das Netzwerk in der Bestattungsbranche für mich?
Die Bestattungsbranche erlebt einen momentanten Generationswandel, und damit verbunden sind Neugründungen von Bestattungsunternehmen. Diese Entwicklung bringt frischen Wind und belebt den Markt. So gibt es neben herkömmlichen Pfarrern/innen und Pastoren, auch einen wachsenden Pool an freien Trauerrednern/innen mit unterschiedlicher Qualifikation. Hierbei sollte man als Angehörige erfragen, welche Schwerpunkte der/die freie Redner/in in den Focus setzt. Für mich persönlich ist Netzwerken im Kollegenkreis, als auch mit den verschiedenen Bestattungsunternehmen sehr wichtig. Anstatt Konkurrenzgedanke, steht vielmehr die Neugier, neue Kontakte zu knüpfen und immer wieder dazuzulernen, stets im Vordergrund.

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